Lärm, Schall und Vibrationen |
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Der technische Fortschritt und die zunehmende Mechanisierung haben in den vergangenen 150 Jahren die durchschnittliche Lärmbelastung des Menschen kontinuierlich ansteigen lassen. Damals waren es nur einzelne Personengruppen (Schmiede, Schiffsbauer) die Lärm ausgesetzt waren. Lärm ist eine subjektive Empfindung und hängt von Faktoren wie der persönlichen Einstellung zum Geräusch, der momentan ausgeübten Tätigkeit, der Dauer oder der Tonhaltigkeit des Geräusches ab. Bei Steigerung über eine bestimmte Schwelle und zu langer Einwirkung kann es zu Schäden des Gehörs kommen. Aber nicht nur laute Geräusche werden als Lärm empfunden. Da entwicklungsbiologisch mit dem Gehör eine Alarmierungsfunktion verknüpft ist, können auch schwache Geräusche Stress hervorrufen. Leider ist es nicht möglich, sich mit dem Bewusstsein vollständig von derartigen Reaktionen befreien. Daher sind die natürlichen Abwehrmöglichkeiten des Menschen gegen unerwünschte Geräusche begrenzt. Das bedeutet, Lärm kann beim Menschen nicht nur das Gehör schädigen, sondern ist ganz eindeutig eine Beeinträchtigung der Lebensqualität, die als Folge auf das Nervensystem wirkt. Vibrationen Von vielen Menschen unterschätzt, sind Vibrationen heutzutage eine ebenfalls weit verbreitete Ursache von chronischen Leiden. Vibrationen sind periodische Schwingungen von Körpern. Im Gegensatz zum Begriff "Schwingung" suggeriert "Vibration" die unmittelbare Hörbarkeit oder Fühlbarkeit des Vorgangs. Viele Organismen besitzen Rezeptoren, die auf periodische Reize reagieren. Der Übergang vom "Fühlen" zum "Hören" ist dabei fließend. Je nach Frequenzbereich der Vibration können bei längerer Belastung zunächst allgemeines Unbehagen und später auch verschiedene Symptome wie zum Beispiel Schmerzen im Unterleib oder Brustkorb sowie Rücken- oder Kopfschmerzen auftreten. Jahrelange Belastung durch Vibrationen können, je nach Einwirkungsort, zu Lendenwirbelsäulen- und Gelenkschäden führen. Des weiteren können vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen auftreten, vor allem in den Händen. Schädigungen infolge von Vibrationen sind sogar als Berufskrankheit anerkannt.
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